Sprengel Hannover | Kirchenkreis Laatzen-Springe | Gemeinde Immanuel
"Kinderkantine"

Trägerin des Projektes ist die Immanuel-Kirchengemeinde im Zentrum Alt-Laatzens, Ecke Eichstr. / Alte Rathausstraße. Laatzen als Gesamtstadt hat insgesamt 40.000, Alt-Laatzen ca. 6.000 Einwohner, davon sind etwa die Hälfte evangelisch-lutherisch. In Alt-Laatzen finden sich alte dörfliche Strukturen und Wohngebiete, die sich langsam mit entsprechenden sozialen Konfliktfeldern an den Stadtrand Hannovers anpassen.
Die Immanuel-Gemeinde versucht traditionell einen direkten Zugang für die Gemeindemitglieder, der Eintritt in das Gemeindeleben soll einfach und "alltäglich" sein. Hier sind die an der Kirche angesiedelte Musik- und Kulturarbeit beredtes Zeugnis. Zur Expo wurde mit dem Café Exposé ein weiteres Zeichen gesetzt und ein Ort der Gastlichkeit direkt an der Kirche eröffnet.
Im Rahmen der Umbaumaßnahmen sind Jungendräume neu entstanden und durch die Nähe zur Schule bot sich die Kindertafel als diakonisches Gemeindeprojekt an der Immanuel-Kirche an. Die Jugendräume sind die einzige Aufenthaltsmöglichkeit für Kinder und Jugendliche im gesamten Stadtteil. In einer der beiden Kindertagesstätten existieren noch Hortplätze für Kinder im Vorschulalter.
Durch die Kindertafel wird die Lücke zwischen Schule, Elternhaus und Kindergarten gefüllt. Es wird, dem Konzept der Gemeindearbeit entsprechend, ein offener Zugang zur Kirche ermöglicht. Weitere diakonische Einrichtungen des Kirchenkreises wie Sozialberatung, Schuldnerberatung und Kurenvermittlung sind direkt vor Ort.

Kooperationspartner
Unmittelbar benachbart sind Grund- und Hauptschule im Stadtteil, Kindertagesstätten und Jugendpflege der Stadt, sowie diakonische Beratungsstellen. Gemeinsame Veranstaltungen und gemeinsame Maßnahmenplanung ermöglichen die Integration der Kinder und Jugendlichen und deren Familien in kooperatives Handeln und übergreifende Betreuung.

Situation der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 6 - 12 Jahre im Stadtteil
Alt-Laatzen ist geprägt durch hohes Verkehrsaufkommen, sehr unterschiedliche Bebauung und starke soziale Unterschiede. Es existiert ein sehr hoher Prozentsatz Alleinerziehender und Doppelverdiener. Dies führt in vielen Familien zum Schlüsselkind-Syndrom. Für diese Kinder existiert kein ausreichendes Angebot im Stadtteil. Gerade die jüngeren Schülerinnen und Schüler können aber noch keine langen Wege z.B. in andere Stadtteile zurücklegen.

Projektziel
Vor diesem Hintergrund hat die Immanuel-Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege im November 2001 die Kinderkantine ins Leben gerufen. 12 - 15 Kinder der Grund- und Hauptschule (damals noch Orientierungsstufe) im Alter zwischen 6 und 12 Jahren sollen hier an 5 Nachmittagen in der Woche einen Mittagstisch und pädagogische Betreuung und Schularbeitenhilfe erhalten.
Im zeitlichen Anschluss soll sich die "Offene Kinder- und Jugendarbeit" entwickeln.

Das Projekt
Mittagstisch
Für einen geringen Unkostenbeitrag erhalten die Kinder und Jugendlichen ein warmes Mittagsessen als Alternative zu dem , was sie sonst zu sich nehmen würden:
Ein Snack am Straßenrand, etwas aus der Mikrowelle, Süßigkeiten oder gar nichts. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Essen in einer gepflegten Atmosphäre, mit gemeinsamer Gestaltung und Wahrnehmung der dazugehörenden Dienste.

Hausaufgabenhilfe
Die Kinder und Jugendlichen erleben oft zu Hause keine Hilfe bei ihren Schulaufgaben, weil die Eltern beide berufstätig sind oder auch aufgrund von Sprachschwierigkeiten ihrerseits diese Hilfe nicht anbieten können. Die direkten Auswirkungen sind Lerndefizite, negative Erfahrungen und in der Folge negative Leistungserwartungen. Daraus resultiert oft ein Teufelskreis aus mangelnder Motivation und mangelndem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und schulische Leistungsschwäche.
Die Kinder und Jugendlichen dieser Zielgruppe sind in Bezug auf ihre berufliche Perspektive und psychische Gesundheit benachteiligt.
In der Kinderkantine können sie lernen, regelmäßig und effektiv Schulaufgaben zu erledigen, können Wissenslücken aufarbeiten und den negativen Kreislauf durchbrechen.

Beratung und Seelsorge, Stärkung der Eigenverantwortung, Nächstenliebe und diakonischer Gemeindeaufbau
In der Kinderkantine finden die Kinder und Jugendlichen einen Ansprechpartner für ganz persönliche Fragen und Probleme.
Hier lernen sie, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Partizipation findet statt durch Mitbestimmung und Mitarbeit. Im Projekt sind inhaltliche, kreative und spielpädagogische Angebote, Filmvorführungen und Workshops möglich.
Dadurch bekommen die Kinder und Jugendlichen Zugang zur evangelischen Kirche. Ein diakonischer Gemeindeaufbau wird umgesetzt.
Die Kinder sollen gezielt Kontakte vertiefen und Schüler und Schülerinnen aus anderen Schulen kennen lernen. Die schulische Altersgrenze soll erweitert, die Angebotsbreite vergrößert werden.
Das Projekt bietet dadurch auch Möglichkeiten zur Ausbildung und Praxiserfahrung für ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Ansprechpartnerin:
Freweini Fernengel
Tel. 0511 - 87 44 6 43 / -53
Fax 0511 - 87 44 6 50

Öffnungszeiten
Montag - Donnerstag 12.30 Uhr bis 16.00 Uhr
Freitag 12.30 Uhr bis 15.00 Uhr
Ein Mittagessen kostet 2,45 Euro


<- zurück