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| Sprengel Hannover | Kirchenkreis Burgdorf | Gemeinde Paulus "Kindermittagstisch, Hausaufgabenhilfe, Burgdorfer Tafel e.V. Seniorencafe" a+b) Hausaufgabenhilfe für 28 Kinder an vier Tagen in der Woche und der Mittagstisch für 16-18 Kinder an drei Tagen in der Woche. Die Paulus-Gemeinde hatte für 3 Jahre eine Stelle über den B-Fonds zuerst mit einem Sozialarbeiter, später mit einer Sozialarbeiterin. Als Kirchenvorsteherin habe ich dieses Projekt mit ins Leben gerufen und von Anfang an in der Arbeit ehrenamtlich mitgewirkt und vor allem mich immer wieder um die Finanzierung gekümmert und auch die Zusammenarbeit mit der Stadt forciert. Wir geben als Kirchengemeinde viele Diakoniemittel in diese Arbeit. Unsere Gemeinde liegt im sozialen Brennpunkt der Burgdorfer Südstadt. Und wir sind der Meinung, dass unser Kirchenzentrum für alle offen sein soll, die in diesem Stadtteil leben. Das ist in den letzten Jahren gut gelungen.Der Kindermittagstisch ist ein Kooperationsprojekt mit der in der Nähe liegenden Berufsbildenden Schule Burgdorf - Fachbereich Hauswirtschaft. Am Mittagessen können bis 18 Kinder teilnehmen. Am Dienstag und am Donnerstag wird das Essen von Schülerinnen der BBS zubereitet und von uns in Wärmebehältern geholt. Am Mittwoch koche ich als ehrenamtliche Mitarbeiterin das Essen in unserer Gemeinde selbst. Die Kinder decken selbständig den Tisch und haben auch hinterher abwechselnd Tischdienst. Wir legen viel Wert auf eine gemeinschaftliche, harmonische und disziplinierte Atmosphäre, um ein Miteinander zu fördern. Auch der gemeinsame Beginn des Essens ist uns dabei wichtig. Die Hausaufgabenhilfe findet an vier Tagen in der Woche von 14 bis 15:30 Uhr statt. An jedem Nachmittag werden 28 Schülerinnen und Schüler in drei festen Gruppen von jeweils zwei Erwachsenen betreut. Die Kinder brauchen Erklärungen bei den Hausaufgaben, Hilfestellung beim Rechnen und vor allem Unterstützung beim Erlernen der deutschen und später dann der englischen Sprache. Auch das Lesen nimmt einen breiten Raum ein. Viele Sachverhalte im deutschen Sprach- und Kulturraum sind für die Kinder ohne Hilfe gar nicht zugänglich. Diese Unterstützung können die Eltern zu hause meist nicht leisten. Außerdem unterstützen wir die Kinder auch darin, sich gegenseitig zu helfen, voneinander zu lernen, Sachverhalte und Regeln zu erklären, sich mit Material auszuhelfen. Feste Gruppen und eine verbindliche regelmäßige Teilnahme sind wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, damit die Kinder Zuverlässigkeit lernen. Insgesamt sind z.Zt. neun Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in das Projekt eingebunden. Frau Lehrke-Ringelmann konnte als pädagogische Mitarbeiterin gewonnen werden. Eine andere Hausfrau + Mutter ist an drei Nachmittagen dabei (sie kommt aus Litauen war dort als Lehrerin tätig, was für die russisch sprechenden Kinder sehr hilfreich ist). Die anderen drei Hausfrauen + Mütter sind einen Nachmittag in der Woche da. Außerdem arbeiten drei nicht mehr berufstätige Männer ehrenamtlich mit (ein Banker, ein Geologe, ein ehemaliger Ausbildungsanleiter eines grossen Betriebes). Von den Kindern werden gerade unsere Herren immer sehr frequentiert, weil die Kinder dieses von ihren eigenen Großvätern nicht kennen und erfahren. Spielangebote drinnen und draußen runden das Angebot ab.Teamgespräche sind einmal monatlich und nach Bedarf. Über den Jugendhilfeausschuss gibt es gerade in der Burgdorfer Südstadt einen Arbeitskreis, der sich ca. zweimal im Jahr zu einem Austausch und schwerpunktmäßig stattfindenden Veranstaltungen trifft. So gab es in diesem Frühjahr eine Stadtteilkonferenz, wo der Öffentlichkeit die Arbeit der Stadtjugendpflege (Jugendbistro, Grundschule + Hort) und eben unsere Projekte Mittagstisch für Kinder und Hausaufgabenhilfe vorgestellt wurden. Daraus resultierte dann in den Sommerferien das Südstadtcamp für 30 Kinder des Stadtteils. Die Erfahrung unserer Arbeit hat gezeigt, dass wir die Betreuung der Schulkinder auf jeden Fall weiterführen wollen. Inzwischen haben wir vom Diakonischen Werk auch eine weitere Förderung gerade modellhaft für das Projekt „Hausaufgabenhilfe“ in Aussicht gestellt bekommen. Darüber sind wir sehr froh und hoffen, das wir dieses diakonische Angebot noch lange weiter führen können c) Burgdorfer Tafel e.v. die Tafel wurde im Jahr 2001 gegründet. Ihr gehören Einzelpersonen aber auch die Burgdorfer Kirchengemeinden + das Rote Kreuz an. Jeden Sonnabend werden die eingesammelten Lebensmittel am Tresen im Flur des Paulus-Kirchenzentrums zwischen 14 und 15 Uhr ausgegeben. Inzwischen ist das Angebot für die Menschen in unserer Stadt nicht mehr entbehrlich. Es werden jeden Sonnabend etwa 100 Familien bedacht und die Zahl nimmt zu. Die Arbeit ist nur durch die tatkräftige Hilfe vieler Ehrenamtlicher zu leisten. Um den Vorsitzenden des Vereins herum haben sich erfreulicherweise viele Nachbarn aus seiner Straße zusammengetan, die helfen. Denn die tatsächliche Arbeit beginnt bereits um 11 Uhr mit dem Abholen aus den Geschäften, dem durchsehen auf Haltbarkeit, dem Vorsortieren, dem Ausgeben der Nummern an die Wartenden usw. usw. Durch Spenden können immer wieder Lebensmittel dazu gekauft werden. So gibt es für Weihnachten immer eine Extra-Aktion mit Obst und Süßigkeiten für die vielen Kinder in den Familien und Konserven für allein stehenden Männer, die auch als Durchreisende in Burgdorf Station machen.d) Jeden 1. Sonntag im Monat von Januar bis November findet im Paulus-Kirchenzentrum die SeniorenCafeStube statt. Aus der AG Wohlfahrtsverbände vor Ort führen dieses die AWO, die CARITAS, die DIAKONIE (3 Kirchengemeinde) abwechselnd nach einem Jahresplan durch. Entstanden ist das inzwischen gut angenommene Projekt sonntäglich etwa 70 bis 80 Personen durch die Anregung eines Redakteurs, der von den älteren Mitbürgern bei einer Befragung erfahren hatte, dass der Sonntag-Nachmittag die einsamste Zeit in der Woche sei. Nun trifft sich eine bunt gemischte fidele Schar bei fairem Kaffee und Tee, selbstgebackenen Torten (12 müssen es pro Sonntag sein). Es gibt auch immer wieder ein kleines Programm wie Singen, Klaviermusik, Geschichten vortragen u.a. Wer noch mehr Informationen zur Nachahmung benötigt, kann sich gerne telefonisch melden 05136.6272. Gertrud Mrowka <- zurück |